Dr. phil. Claudia Schmölders
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                                                  Gesichtsrundschau


                                                  Dezember 2011


                                                  Auch im Dezember wird am Gesicht wieder an allen möglichen Fronten gearbeitet, künstlerisch, technisch, medizinisch, ökonomisch, usw. Um nur etwas aus Kunstszene zu berichten: Da ist das neue Buch des Fotografen
                                                  Abé Frajndlich, der hundert Porträts von Kollegen aus den letzten 30 Jahren arrangiert hat, erschienen bei Schirmer/Mosel in München. Da ist die neue Ausstellung des israelischen Bildhauers Gil Shachar (*1965) im Stadtmuseum Siegburg, "Das geheime Leben der Skulpturen" heißt sie und zeigt Wachsabgüsse von lebenden Personen, die anschließend koloriert werden und zum Teil völlig naturalistisch aussehen. Es sind Gegenstücke zu Gunter von Hagens Körperwelten, kommen sozusagen von der andern Seite des Tunnels, nämlich der Mimesis anstelle der Plastination. Die Augen dieser Figuren bleiben geschlossen, so wahrt das Kunstwerk seine Distanz als künstliche Schöpfung; und dennoch, mit der Erinnerung an den Golem aus jüdischer Tradition, vermitteln sie auch eine Ahnung von einem möglichen, erschreckenden, ungeheuren Umschlag ins Leben.

                                                  Wiederum eine andere Obsession wird aus New York berichtet (FAZ 20.12.2011):  hier versucht der Künstler Jason Polan seit 2008 sämtliche New Yorker zu zeichnen! Angeblich hat er schon 16tausend skizziert, alle namenlos, aber mit Datum, und also eine Art Gegenstück zu der halben Milliarde von Individualporträts, die sich inzwischen bei Facebook versammelt haben.

                                                  Am anrührendsten aber ist die Nachricht aus Japan. Hier hat eine Familie von Puppenmachern begonnen, den Hinterbliebenen von Tsunamiopfern kleine Figuren zu fertigen, die das Gesicht der Toten tragen. "Ähnlichkeitspuppen" heissen sie, ein Liebesdienst aus dem Ort Iwatsuki, für alle umsonst zu haben.


                                                  November 2011

                                                  Eine sehr interessante Studie hat die SZ am 15. November bekannt gemacht, von Alexander Kogan und Kollegen von der Universität Toronto. Man hat offenbar ein Physiognomik-Gen gefunden: Menschen, die darüber verfügen, zeigen mehr Empathie als andere, können die körpersprachlichen Signale besser und schneller entziffern. Das stellt die ganze Diskussion natürlich auf andere Füße.



                                                  Oktober 2011

                                                  Der neue Film von Steven Spielberg zeigt den weltbekannten Comic des Belgiers Hergé Tim und Struppi ("Das Geheimnis der Einhorn") mit perfekter digitaler Maske. "Zum erstenmal hat man nicht mehr das Gefühl, es mit einem schlechten Kompromiss aus Real- und Trickfilm zu tun zu haben sondern mit einer eigenständigen Filmästhetik", schreibt Daniel Kothenschulte in der FR. Andere Kritiker sind nicht so begeistert. Immerhin demonstriert der ungeheure Aufwand, die Figuren mithilfe des Motion-Capturing zu vermenschlichen, die Zielführung der gegenwärtigen Kinowelt, die auf die 3D-Animation hinarbeitet, und die Motorik der Schauspieler so genau kopiert, dass sie als Zeichentrick verwendet werden können, ohne noch in persona gebraucht zu werden. In wessen Gesicht schauen wir dann in Zukunft?



                                                  September/Oktober 2011

                                                  Am 7. Oktober zeigte arte eine physiognomischer Reportage unter dem Titel "Durchschaut: Das Rätsel der Gesichter": einen Film von rund 55 Minuten, von Luise Wagner und Andrea Cross. Es gab eine Einleitung über Paul Ekman, dann ein Interview mit einem ehemaligen Geheimdienstler, offenbar ein begabter Mienenleser, ferner ein Kapitel über einen Autisten und die neuesten therapeutischen Maßnahmen, Interviews mit Ethnologen, sowie einem Neurologen in Berlin, der versucht, Lügen gleich im Hirn zu entdecken. Noch funktioniert das nicht, und die ernüchternde Botschaft des Ganzen war ohnehin: mimische Kundgaben werden kulturell unterschiedlich entziffert, Autisten sind nicht wirklich heilbar, die Lügendetektion von Ekman ist wenig ergiebig.



                                                  August 2011

                                                  Wie schon angekündigt, hat die große Ausstellung "Gesichter der Renaissance" im Berliner Bode Museum inzwischen ihre Pforten geöffnet: 170 Exponate gibt es , darunter
                                                  Gemälde von Antonello da Messina, Gentile Bellini, Antonio de Pollaeuolo; Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci und Donatello und vielen anderen. Hinzukommen Büsten und Medaillen, um endlich einmal auch alle drei Gattungen zu zeigen. Den Rahmen bildet das 15. Jahrhundert, die Höfe von Florenz, Venedig und Norditalien. Der Liebling scheint Leonardos "Die Dame mit dem Hermelin" zu werden, aus dem Jahr 1490,  aus Krakau geliehen und  nur bis zum 31. Oktober zu sehen. Die gewaltig beworbene Ausstellung, ein "block buster", wandert weiter nach New York, ins Metropolitan Museum.



                                                  Juni/Juli 2011 

                                                  Denkwürdig fand die FAZ unlängst, dass Facebook inzwischen einen Gesichtserkennungsdienst auf den eigenen Seiten freigeschaltet hat. Ab sofort kann man jedem Mitgliedsfoto einen Namen zuordnen, auch wenn die betreffende Person sich später  irgendwo in der Aussenwelt bei einem Massentreffen oder auf der Straße befindet. Man kann, mahnt die FAZ am 13. Juli auf Seite eins, diese Funktion aber auch deaktivieren, "Vielleicht wäre das jetzt der richtige Augenblick".

                                                  Parallel erfahren wir aus dem New Scientist von einer neuen Erfindung: einer Brille, welche die aktuelle Stimmung des Gesprächspartners erkennen helfen soll. Rosalind Picard vom MIT hat in diese Brille eine Kamera eingebaut, die im Gesicht des Gegenübers 24 verschiedene Punkte abtastet, die Wiederhoung der Mienen registriert und das Schema mit sechs gespeicherten Gesichtsuasdrücken aus der Forschung vergleicht. Es sind dies die Mienen von Denken, Zustimmung, Konzentration, Interesse, Verwirrung und Ablehnung - als könne man dies alles wirklich eindeutig fixieren. Das Ergebnis wird über Lautsprecher am Brillengestell mitgeteilt. Das Ganzte soll eigentlich der Werbungskontrolle dienen: kommt sie an oder nicht?



                                                  Mai 2011

                                                  Das Jahr 2011  will wenigstens hierzulande offenbar zum Jahr des Gesichts werden. Nicht nur die steigende Zahl der Operationen - siehe den Eintrag vom April - , die neuen Mitgliederrekorde bei Facebook (50 Millionen), auch markante Publikationen lassen darauf schliessen. So erschien soeben bei Rowohlt das Hauptwerk des amerikanischen Gesichtsfachmanns Paul Ekman unter dem Titel Ich weiss, dass du lügst. Die Erstausgabe von 1991 hiess Telling Lies, aber dann gab es den 11. September 2001, Ekman wurde von neu gegründeten Home Ministry angeheuert und erweiterte seine Kompetenz um die physiognomischen Deutung arabischer Terroristen. Weitere Zusätze gab es 2009, nachdem die höchst erfolgreiche und von ihm beratene Fernsehserie Lie to me angelaufen war. Ekman, ehemaliger Heerespsychologe, gilt heute als unbestrittener Chefanalytiker physiognomischer Datensätze.

                                                  Ebenfalls ein Hauptwerk zur Anthropologie und Psychoanalyse des Gesichts erschien soeben auf deutsch: Gott im Spiegel. Untersuchungen zur Institution der Bilder, von Pierre Legendre, dem französischen Juristen und Lacan-Spezialisten.  Was schliessen wir aus diesem Trend?





                                                  April 2011

                                                  Zu Ostern berichtete die New York Times über Gesichtsoperationen in China, einem boomenden Geschäft. Die Internationale Gesellschaft für plastische Chirurgie schätzte die Zahl der Ops im Jahr 2009 auf mehr als zwei Millionen; damit stand China nach den USA und Brasilien an dritter Stelle. Und die Zahl verdoppelt sich jährlich. In den letzten Jahren wurden Ausgaben in diesem Sektor zum viertgrößten Posten der Privatausgaben. Wie überall rangieren dabei Gesichtslifting und Faltenentfernung an erster Stelle, aber inzwischen steigt die Zahl der Patienten unter dreissig signifikant. Vor allem Lidoperationen und Augenvergößerung nach westlichem Vorbild sind gefragt; dann aber auch markantere Nasen, im Gegensatz zur westlichen Tradition des sogenannten "Nosejobs". Schließlich soll noch das Kinn schmaler und länger werden. Trotz bedenklicher Mängel im medizinischen Standard kommen 30 bis 40 % der operierten Patienten zurück, um weitere Eingriffe machen zu lassen. Begründet wird alles mit besseren Erfolgsaussichten im Geschäftsleben. Und bedenkt man die Rolle der Porträts in der netzbasierten Ökonomie, kann man kaum widersprechen. Das westliche, aber auch orientalische Gesicht setzt sich durch - aber wer weiss wie lange noch. Vgl.  Sharon LaFraniere, For many Chinese, New Wealth and a Fresh Face, NYT April 23, 2011
                                                  Zu all diesen Entwicklungen lese man unter anderm Bernhard Poerksen und  Wolfgang Krischke (Hrsg.): Die Casting-Gesellschaft. Die Sucht nach Aufmerksamkeit und das Tribunal der Medien. Halem, Köln 2010.


                                                  März 2011

                                                  Es hat kein besonderes Aufsehen mehr erregt, was an der Front der kosmetischen Chirurgie im vergangenen Monat stattfand: die erste Volltransplantation eines Gesichts in den USA.  Ein 25jähriger Texaner namens Dallas Wiens, der bei einem Unfall völlig entstellt worden war, erhielt im Brigham and Women's Hospital in Boston in einer 15stündigen Operation ein komplettes Gesicht, das er inzwischen auch ein wenig bewegen kann. Es ist, nach den Operationen in Spanien und Frankreich der dritte Versuch.  Wie die Immunreaktion ausfallen wird, muß sich allerdings erst noch zeigen.

                                                  Auch an anderer Stelle gibt es chirurgische Gesichtseingriffe. In einer großangelegten Forschungsreihe, von der Volkswagenstiftung finanziert, präsentiert sich die Abteilung für KinderNeurochirurgie der Berliner Charité zusammen mit  dem Berliner Zentrum für Literatur - und Kulturforschung. In den kommenden drei Jahren soll die Geschichte der medizinischen wie kulturellen Schädelwahrnehmung und Schädelmanipulation reflektiert werden. Darüber wird wird weiter berichtet!



                                                  Februar 2011

                                                  Eine Ausstellung im Münchner Haus der Kunst und ein opulenter Fotoband haben Ende letzten Jahres den fazialen Diskurs denkwürdig zugespitzt. Die Ausstellung, die Anfang Februar endete, zeigte Gesichtsbilder der holländischen Malerin Marlene Dumas, kombiniert mit Werken alter Meister wie Rembrandt, Hals, van Dyk und anderen. Zusammengeführt wurden sie unter dem Titel "Tronien": einer Bildgattung vor allem aus dem 17. Jahrhundert, in der das Gesicht in einer Mittellage zwischen Musterbild, Ausdrucksstudie und Maske erscheint, also ohne Bezug auf ein lebendes Modell. So entwirft auch die Malerin Dumas Hunderte von Gesichtern meist von Frauen, und die Modelle sind unwichtig, meist steht die Miene allein im Raum und redet zum Betrachter. Hohle Vielfalt? Kann wirklich Jesus als Vera Ikon hier auftauchen - weil es einen historischen Jesus nicht gab?

                                                  Keine Idee von Maske, keine Idee von Muster oder Ausdrucksstudie gibt es in dem Fotobildband Menschenaffen wie wir.Porträts einer Verwandtschaft von Jutta Hof und Volker Sommer. Eine Großaufnahme nach der andern präsentiert Individuen aus den vier großen Gruppen Orang Utan, Gorilla, Schimpanse und Bonobo. Jedes Gesicht gehört einem Individuum, jedes hat auch typische Züge, jedes einen emotionalen Appell. Könnten wir ohne eine solche Idee von authentischen Gesichtern überhaupt leben?


                                                  Januar 2011

                                                  Das neue Jahr beginnt mit den Verlagsvorschauen, die immer früher kommen und immer längere Jahresstrecken ankündigen. Das Hauptereignis zum ersten Januar war natürlich die Unterstützung von Facebook durch Goldman Sachs und russischer Hilfe: 500 Millionen Dollar sind zugezahlt worden, auf fast 50 Milliarden Dollar hat sich der Wert des "Gesichtsbuches" erhöht, man wartet gespannt auf den Börsengang.

                                                  Im Kunstverlag Schirmer Mosel gibt es das begleitende Bildprogramm: Gleich drei berühmte Fotografen werden mit Porträtalben vorgestellt: über 500  Man-Ray- Portraits aus dem Centre Pompidou; der griechisch-britische Fotograf Platon mit einer Sammlung von 130 Gesichtern unter dem TItel "Power-Ein Portrait der Macht" sowie ein "Pantheon des deutschen Films" in hundert Farbtafeln von Jim Rakete.  Sicher werden es nicht die letzten GesichterSammlungen in diesem Jahr bleiben, denn für den kommenden August ist im Berliner Bode Museum einen strahlende Ausstellung mit 150 Portraits der Renaissance angekündigt! Wird man, nach dem Börsengang von Facebook, nicht bald vom Facial Turn sprechen?


                                                  November/Dezember 2010

                                                  In der ersten Dezemberwoche findet in Dresden ein Kongress zur Datensicherheit im Internet statt - eines der Hauptthemen wird, laut Thomas de Maziere, dem Innenminister, die Frage der Gesichtserkennung sein. Neueste Software erlaubt ja, die Gesichter auf digitalen Porträts namentlich so zu kodieren, dass diese Gesichter im Internet sofort überall wieder erkannt und benannt werden können. Kann man das verhindern? Es ist doch, als sei ein Lasso ausgeworfen, dem niemand mehr entgehen kann, oder nur Menschen in der Dritten Welt ohne Internetanschluss.

                                                  Umso auffälliger sind die Anstrengungen der kosmetischen Chirurgie, die inzwischen eine "Epithetik" kennt. "Epithetiker" sind kosmetische Chirurgen, welche Unfallopfern das Gesicht rekonstruieren: nach dem Vorbild von "Prothetik".   Anders als die "Prothetiker", die ja  auch mit nicht analogen Gliedmassen arbeiten können - also etwa einem Holzbein - müssen die Epithetiker das Gesicht so genau wie möglich rekonstruieren, bzw. verbessern. Die FAZ brachte am 1. Dezember einen Bericht über Jörn Brom, einen von 38 Epithetikern in Deutschland.


                                                  September/Oktober 2010

                                                  Die im August berichteten Rechtstreitigkeiten um das Wort "Face" haben im Oktober sozusagen ihren Höhepunkt erreicht: nämlich im Film um den Begründer von Facebook, Mark Zuckerberg. The Social Network startete am 1. Oktober und hat seither  Millionen Zuschauer und Dollar eingebracht. Verblüffend für Facebook-Laien ist der Ursprung des Ganzen angeblich aus der Laune zweier Studenten, mit technischen Mitteln die Schönheit  der Freundinnen zu evaluieren.  Im Klartext: evolutionäre Ästhetik zu betreiben. Vor aller Welt möglichst schön, oder mindestens interessant zu erscheinen, sich selbst im Akt des Kommunizierens als Marke zu etablieren, ist Facebook also von Anfang an eingeschrieben. Es ist damit auch ein Sieg der ökonomischen Vernunft, die auf Wettbewerb setzt. Dass es dabei auch durchaus unredlich zugeht, ist das Thema des ganzen Films, der als Gerichtsverhandlung angelegt ist, aber mit einem Vergleich endet.


                                                  August 2010

                                                  Am 27. August berichtete der Web 2.0 Blog TechCrunch, dass die Firma Facebook im Moment versucht, den Wortbestandteil "Face" als eigenen Markennamen schützen zu lassen. "Facebook" als Kompositum ist natürlich längst geschützt. Die Marke "Face" erhielten die Betreiber angeblich ursprünglich von einer britischen Firma namens
                                                  CIS Internet Ltd, die ihrerseits eine Site namens "Faceparty" betrieb.

                                                  Wie auch immer: laut TechCrunch hat Einspruch gegen dieses Marketing Aaron Greenspan erhoben, der sich als eigentlichen Erfinder von Facebook betrachtet, damit aber juristisch unterlag. Inzwischen hat er eine eigene Firma namens Think Computer, die ihrerseits ein App für handys unter dem Namen "Face Cash" vertreibt. Face Cash! Andererseits gibt es auch bei Apple eine VideoMarke namens "Facetime"...
                                                  MEHR


                                                   Juli 2010


                                                  Das Wort Gesicht scheint umgangssprachlich immer mehr synonym mit dem Wort Person zu werden - Facebook machts möglich. "Gesicht zeigen" heißt seit einigen Jahren eine Kampagne gegen Fremdenhass - hier versteht man unter Gesicht allerdings den Anteil an Zivilcourage im öffentlichen Auftritt, das Hinsehen statt Wegsehen.


                                                  In der FAS vom 25. Juli wird von den Erfolgen berichtet, die Paul Ekman (*1934), der dienstälteste Mimikforscher der scientific community, noch immer zu verzeichnen hat. Sein in den sechziger Jahren entwickeltes sogenanntes Face Action Coding System tritt mit dem Anspruch auf, interkulturell  gültige, also angebornene mimische Kundgaben gefunden zu haben, basale Gesichtsausdrücke von Wut, Freude, Überraschung, Trauer u.a. In den Jahren nach seiner Emiritierung hat sich Ekman als teurer Lügendetektor sowohl der Wirtschaft wie der Politik anempfohlen, zuletzt dem US-Homeministry mit dem Versprechen, Terroristen bei den Grenzkontrollen entlarven zu können. Die Ergebnisse sind aber unbefriedigend, und die Kollegen bezweifeln das nicht öffentlich gemachte Verfahren. Körpersprachlich nervös werden kann man im Gespräch mit Grenzkontrolleuren aus vielerlei Gründen. ... MEHR


                                                   Juni 2010

                                                  An dieser Stelle soll in Zukunft einmal im Monat der zeitgenössische Gesichterkult und die dazugehörige Gesichtslesekunst, also Physiognomik von heute, kommentiert werden. Anlass ist ein Artikel einer großen deutschen Wochenzeitung vom 10. Juni  über den Kandidaten zum Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff. Der Text  ist betitelt mit "Eine Stilkritik". Illustriert wird er nicht mit einem Porträtfoto  sondern mit diversen Kleidungsstücken, die Wulff angeblich trägt. Jedes Teil ist mit einem Preis versehen; alle zusammen ergeben den Preis der Oberfläche, um die es dem Autor ausschließlich geht. Selten hat das alte Lob der Oberfläche eine so fatale Anwendung gefunden. Nichts davon soll hier zitiert werden. Denn es handelt sich um eine Textsorte aus der Weimarer Republik: um physiognomische Verhetzung. ... MEHR

                                                  This website contains copyrighted materials. Please, use the contact form for inquiries regarding distribution or reproduction.
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                                                                • Neuerscheinungen
                                                                • Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek>
                                                                  • Sprache
                                                                    • Gedichte
                                                                      • Literatur
                                                                        • Sachbücher
                                                                          • Wörterbücher
                                                                            • Nachschlagewerke
                                                                              • Zeitschriften
                                                                                • Briefe
                                                                                  • Tagebücher
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                                                                                      • Biographien
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