Dr. phil. Claudia Schmölders
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Gesichtsrundschau September/Oktober 2010

Die im August berichteten Rechtstreitigkeiten um das Wort "Face" haben im Oktober sozusagen ihren Höhepunkt erreicht: nämlich im Film um den Begründer von Facebook, Mark Zuckerberg. The Social Network startete am 1. Oktober und hat seither  Millionen Zuschauer und Dollar eingebracht. Verblüffend für Facebook-Laien ist der Ursprung des Ganzen angeblich aus der Laune zweier Studenten, mit technischen Mitteln die Schönheit  der Freundinnen zu evaluieren.  Im Klartext: evolutionäre Ästhetik zu betreiben. Vor aller Welt möglichst schön, oder mindestens interessant zu erscheinen, sich selbst im Akt des Kommunizierens als Marke zu etablieren, ist Facebook also von Anfang an eingeschrieben. Es ist damit auch ein Sieg der ökonomischen Vernunft, die auf Wettbewerb setzt. Dass es dabei auch durchaus unredlich zugeht, ist das Thema des ganzen Films, der als Gerichtsverhandlung angelegt ist, aber mit einem Vergleich endet.


Gesichtsrundschau August 2010

Am 27. August berichtete der Web 2.0 Blog namens  TechCrunch, dass die Firma Facebook im Moment versucht, den Wortbestandteil "Face" als eigenen Markennamen schützen zu lassen. "Facebook" als Kompositum ist natürlich längst geschützt. Die Marke "Face" erhielten die Betreiber angeblich ursprünglich von einer britischen Firma namens CIS Internet LTd, die ihrerseits eine Site namens "Faceparty" betrieb.

Wie auch immer: laut TechCrunch hat Einspruch gegen dieses Marketing Aaron Greenspan erhoben, der sich als eigentlichen Erfinder von Facebook betrachtet, damit aber juristisch unterlag. Inzwischen hat er eine eigene Firma namens Think Computer, die ihrerseits ein App für handys unter dem Namen "Face Cash" vertreibt. Face Cash! Andererseits gibt es auch bei Apple eine VideoMarke namens "Facetime"... MEHR



Gesichtsrundschau Juli 2010


Das Wort Gesicht scheint umgangssprachlich immer mehr synonym mit dem Wort Person zu werden - Facebook machts möglich. "Gesicht zeigen" heißt seit einigen Jahren eine Kampagne gegen Fremdenhass - hier versteht man unter Gesicht allerdings den Anteil an Zivilcourage im öffentlichen Auftritt, das Hinsehen statt Wegsehen.


In der FAS vom 25. Juli wird von den Erfolgen berichtet, die Paul Ekman (*1934), der dienstälteste Mimikforscher der scientific community, noch immer zu verzeichnen hat. Sein in den sechziger Jahren entwickeltes sogenanntes Face Action Coding System tritt mit dem Anspruch auf, interkulturell  gültige, also angebornene mimische Kundgaben gefunden zu haben, basale Gesichtsausdrücke von Wut, Freude, Überraschung, Trauer u.a. In den Jahren nach seiner Emiritierung hat sich Ekman als teurer Lügendetektor sowohl der Wirtschaft wie der Politik anempfohlen, zuletzt dem US-Homeministry mit dem Versprechen, Terroristen bei den Grenzkontrollen entlarven zu können. Die Ergebnisse sind aber unbefriedigend, und die Kollegen bezweifeln das nicht öffentlich gemachte Verfahren. Körpersprachlich nervös werden kann man im Gespräch mit Grenzkontrolleuren aus vielerlei Gründen.

Genutzt wird das FACS aber inzwischen auch von der Roboterindustrie. In den USA und Südkorea arbeitet man an der Entwicklung sogenannter "social machines", die in der Kindererziehung eingesetzt werden und Sprachunterricht erteilen sollen. In beiden Fällen müssen sie sowohl Mimik entziffern als auch selbst produzieren können. Die wichtigste Miene im zutraulichen Umgang ist nach wie vor das Lächeln. Die entsprechende Software wurde  angeblich an 70tausend Personen erarbeitet.  New York Times 16. Juli 2010


Gesichtsrundschau Juni 2010

An dieser Stelle soll in Zukunft einmal im Monat der zeitgenössische Gesichterkult und die dazugehörige Gesichtslesekunst, also Physiognomik von heute, kommentiert werden. Anlass ist ein Artikel einer großen deutschen Wochenzeitung vom 10. Juni  über den Kandidaten zum Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff. Der Text  ist betitelt mit "Eine Stilkritik". Illustriert wird er nicht mit einem Porträtfoto  sondern mit diversen Kleidungsstücken, die Wulff angeblich trägt. Jedes Teil ist mit einem Preis versehen; alle zusammen ergeben den Preis der Oberfläche, um die es dem Autor ausschließlich geht. Selten hat das alte Lob der Oberfläche eine so fatale Anwendung gefunden. Nichts davon soll hier zitiert werden. Denn es handelt sich um eine Textsorte aus der Weimarer Republik: um physiognomische Verhetzung.       MEHR 




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